Washingtonpalme

Eine der beiden Palmenarten der Gattung Washingtonia gehört zu den kälteresistentesten Palmen überhaupt. Die Kalifornische Washingtonpalme (Washingtonia filifera) kann Temperaturen bis -10 Grad tolerieren. In geschützten, wärmeren Regionen Deutschlands ist es möglich diese Palme im Garten überwintern zu lassen.

Steckbrief

Washingtonia filifera
Washingtonia filifera by Stan Shebs

Washingtonia

  • Verbreitungsgebiet: Wüstenoasen in den USA und Mexico
  • Wuchshöhe: bis 15 - 20 Meter
  • Temperaturbereich: mediterrane Temperaturen, übersteht -10°C, winterhärteste Palme
  • Standort: sonnig
  • Nutzung: Die Samen wurden von den Ureinwohnern Amerikas gegessen. Beliebte Zierpflanze in Parks.

Die Gattung Washingtonia

Die zweite Art in der Gattung Washingtonia ist die Mexikanische Washingtonpalme (Washingtonia robusta), welche einen höheren und schlankeren Wuchs hat, aber nicht ganz so niedrige Temperaturen aushalten kann, wie die Kalifornische Washingtonpalme.
Im Handel gibt es Hybriden aus den beiden Washingtonia-Arten, welche den wissenschaftlichen Namen Washingtonia filibusta tragen. Diese Hybriden vereinen die Frostresistenz der Kalifornischen Washingtonpalme mit der eleganten Statur der Mexikanischen Washingtonpalme.

Blatt der Washingtonia filifera
Fächerförmiges Blatt mit Fäden der Washingtonia filifera

Washingtonpalmen sind Fächerpalmen

Die Washingtonpalmen sind Fächerpalmen, d. h. ihre Blätter bilden eine fächerförmige Struktur und keine langen Palmwedel.
Ein Merkmal der Washingtonpalme ist, das sie ihre alten Blätter nicht direkt abwirft. Diese alten, vertrockneten Blätter hängen stattdessen nach unten und hüllen den oberen Teil des Stammes ein. Da dies an den Rock eines Priesters (engl.: Petticoat) erinnert, werden die Palmen auch als Petticoat- oder Priesterpalmen bezeichnet.

Der wissenschaftliche Name der Kalifornischen Washingtonpalme, bedeutet soviel wie "Fädige Washingtonie", was auf die langen weißen Fäden zurückzuführen ist, welche an den Blättern hängen. Die bis 1,8 m langen Blattstiele dieser Palme sind mit Stacheln bewehrt. Der Blattfächer kann bis zu 2 Meter breit werden. Die Blütenstände werden oft länger als die Blätter der Washingtonie. Die Washingtonpalmen können bis zu 250 Jahre alt werden.

Anzucht der Washingtonpalme

Die kleinen, braunen, ellipsoiden Samen der Washingtonpalmen kann man im Handel bekommen.
Bevor die Samen eingepflanzt werden, ist es hilfreich diese für ein bis zwei Tage in lauwarmem Wasser einzuweichen. Danach kann man sie in Anzuchttöpfen mit Kokossubstrat oder Anzuchterde (keine normale Blumenerde!) einpflanzen.
Die Samen kommen ca. einen Zentimeter in das Substrat. Der Anzuchttopf sollte dann warm aufgestellt werden, bevor die Blätter hervorkommen ist Licht noch nicht notwendig. Aber sobald das erste grün zu sehen ist, sollten die Palmen ins Licht kommen.

Klarsichtfolie oder ein durchsichtiger Becher über dem Anzuchttopf verhindern, dass Trauermücken und ähnliche Insekten Eier in das Substrat legen. Die jungen Palmen reagieren recht empfindlich auf solche Schädlinge, weswegen auch keine normale Blumenerde verwendet werden sollte. Nicht vergessen einmal am Tag zu lüften und wenn die Erde zu trocken ist, etwas gießen.



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