Chinesische Hanfpalme

Die chinesische Hanfpalme ist eine Palmenart in der Familie der Hanfpalmen und gehört zu den Fächerpalmen. Die ursprüngliche Heimat dieser beliebten Zierpalmen ist Asien.

Steckbrief

Chinesische Hanfpalme
Chinesische Hanfpalme by Kurt Stueber

Trachycarpus fortunei

  • Verbreitungsgebiet: von Indien bis Thailand, Vietnam und China
  • Wuchshöhe: 12 bis 15 Meter
  • Temperaturbereich: bis -10°C hält diese Palme aus, winterhart
  • Standort: sonnig
  • Nutzung: beliebte Zierpflanze, aus den Fasern werden Matten, Bürsten und Seile gemacht.

Beschreibung

Trachycarpus fortunei ist eine mittelhohe Fächerpalme, die im Alter eine maximale Wuchshöhe von 12 bis 15 m erreicht. Der Stamm ist in der Jugend vollständig und später nur im oberen Teil dicht mit braunen Fasern bedeckt. Diese Fasern sind die Reste der Blattscheiden und der nach oben gerichtete Blattgrundreste. Die Blattbasen und Fasern bleiben sehr lange, manchmal fast das gesamte Pflanzenleben lang am Stamm haften, der bei erwachsenen Hanfpalmen einem Umfang von 70 bis 110 cm haben kann. Bei älteren Hanfpalmen ist aber oft zu beobachten, dass sich von der Stammbasis her die Blattbasen vom Stamm ablösen, sodass im Alter der untere Teil des Stammes häufig nackt ist. Es gibt auch Hanfpalmen, bei denen sich die Blattbasen schon frühzeitiger ablösen.

Der Stamm ist aufrecht und erreicht eine Höhe von 10 m oder auch mehr. Ab einer Stammhöhe von etwa 1 Meter erscheinen im Frühjahr entweder männliche oder weibliche Blütenstände. Der zylindrische Holzkörper hat einen Durchmesser von 15 bis 20 cm, ist aber vollständig von der Basis bis zur Stammspitze mit permanent anhaftenden Blattbasen besetzt, und zusammen mit dem dichten Geflecht aus ausgefransten Fasern beträgt der Stammdurchmesser 25 bis 35 cm.

Trachycarpus fortunei wird heute als Zierpflanze in vielen Gärten in Europa kultiviert und ist damit die am häufigsten ausgepflanzte Palme in Europa. Ihre Beliebtheit verdankt sie wohl dem Umstand, dass sie sich von allen hier getesteten Palmen als die robusteste Art herausgestellt hat. Die Blattkrone kann aus 50 (und mehr) grünen Fächern bestehen.

Haltung als Zimmerpflanze

Die Hanfpalme kann gut eingepflanzt oder als Kübelpflanze im Garten stehen. Dabei sollte ein durchlässiges und leicht saures Substrat verwendet werden. Ältere Exemplare vertragen auch reine Gartenerde. Die Hanfpalme mag gern Sonne; im Halbschatten wächst sie langsamer. Durch ausgiebiges Bewässern im Sommer lässt sich das Wachstum anregen, sodass 15 cm Stammzuwachs oder mehr pro Jahr auch in unseren Breiten möglich sind. Fruchtende weibliche Hanfpalmen wachsen aber langsamer als männliche Exemplare. Falls es draußen sehr kalt wird (weniger als -10 °C) und gleichzeitig mit Wind zu rechnen ist, sollte die Pflanze entweder vor Wind geschützt werden (damit die Blätter nicht abknicken) oder zum Überwintern in einen möglichst hellen, kühlen Raum gestellt werden (unter 5 °C kann es auch dunkler sein); während der Winterruhe sollte das Substrat niemals austrocknen.



Hanfpalme Steckbrief Teilen